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Stichwörter S
Shutter, Submarining, Seitenairbag, Startgenerator, Servolenkung, Sicherheitsbatterieklemme, Sitzbelegung,
Synchronisation, Schutzgaskontakt, Steuergerät, Schrittmotor, Spirallader

 

Shutter

Blende zur Unterdrückung des bei Abblendlicht nicht benötigten Lichtes z.B. im Bi-Xenon Scheinwerfer.
Bei Fernlicht wird die Blende durch einen el. Zugmagneten aus dem Strahlengang genommen. Durch die große Öffnung verschwindet die Hell-/ Dunkelgrenze. 
Eine weitere Blende (wird direkt am Scheinwerfer von Hand umgestellt) nimmt den Teil des Lichtes weg, der normalerweise den rechten Fahrbahnrand stärker ausleuchtet. Es entsteht die symmetrische Lichtverteilung, die als Behelfslösung im Linksverkehr geeignet ist. 

shutter für asym. Hell-/Dunkelgrenze  ohne Shutter (Fernlicht)  sym.Abblendlicht als Notbehelf bei Linksverkehr
asymmetrische Abblendlicht          Fernlicht                                      Linksverkehr - symmetrisches Licht

 

 

Submarining LED als Blinkleuchte

Der in der Sitzfläche (s. Bild) eingearbeitete Airbag bildet nach der Auslösung eine Erhöhung an der Vorderkante, die das "Durchtauchen" einer Person unter dem Beckengurt verhindern soll.
Der Airbag ist im Gegensatz zu den anderen Bags, die aus Gewebe bestehen, aus Metall.

 

 

Seitenairbag

werden in der Lehne des Sitzes untergebracht. Zum Entfalten müssen die Sitzbezüge aufreißen um den Airbag freizugeben. Nicht alle Schonbezüge sind geeignet!

 

 

StartgeneratorStarter & Generator

Starter und Generator sind als Einheit fest auf der Kurbelwelle montiert und dienen gleichzeitig als Schwungmasse. Eine Steuereinheit sogt für die Umschaltung auf die gewünschte Betriebsart bzw. für eine ausreichende Aufladung der jeweiligen Batterie.
Eindeutiger Vorteil ist der Wegfall der Einspurvorrichtung und damit weniger Verschleiß und Geräuschbildung.
(Die 42V-Batterie, hier für Verbraucher mit hoher Leistung, wird bei Hybridfahrzeugen durch einen Akku mit Spannungen um 200V ersetzt. So können die Ströme für den Fahrmotor (= Starter) klein gehalten werden.)

 

 

Servolenkung     s. Lenkhilfe

 

Sicherheitsbatterieklemme     s. Batterieklemme

 

 

SitzbelegungErkennen der Sitzbelegung

Die Auslösung der Airbags kann bei älteren Fahrzeugen, durch hohe Reparaturkosten, schon einmal zum Totalverlust führen. Hinzu kommt die Montage von Kindersitzen.., bei denen eine Auslösung nicht nur unnötig sondern auch gefährlich sein kann. Aus diesem Grund nutzen einige Hersteller die Erkennung der Sitzbelegung, die eine bedarfsgerechte Auslösung ermöglicht. In diesem Fall wird die belastungsabhängige Widerstandsänderung in den Elementen genutzt um ein "Druckprofil" zu erstellen und dieses mit vorgegebenen Mustern zu vergleichen. (30kg Tasche ist nicht gleich 30kg Oberkörper mit Gesäß)

 

 

Synchronisation       Zentralverriegelung  s. Rollcode

 

 

 

Schutzgaskontakt     auch ReedkontaktSchutzgaskontakt offen

Zwei ferromagnetische Kontaktstreifen in einem Glasröhrchen so eingeschmolzen, dass sie sich nicht berühren - der Schalter ist offen. Durch ein Magnetfeld (Dauermagnet oder Spule) werden die Kontaktzungen aufmagnetisiert und ziehen sich gegenseitig an - sie schließen sich.
Die Kontakte haben eine sehr kleine Masse und damit eine geringe Trägheit. Schaltfrequenzen bis >300Hz sind möglich. Das jedoch nur bei geringen Schaltleistungen. 

Sein Einsatz war vielseitig , heute ist er aber weitestgehend durch die Hallgeber verdrängt worden. (Siehe auch Sicherheitssensor im Steuergerät des Airbags.)

 

 

Steuergerät

historische Verstelleinrichtung (Pkw)

Eigentlich gibt es dafür keine aussagekräftige Definition. 
Der Name besagt schlichtweg, dass es sich um ein Gerät zum Steuern handelt. 
Also die undurchschaubare Blackbox.
.

Das ist aber nicht so. Nebenstehende Abbildung zeigt ein solches Gerät in gediegenem Braun. Die drei hier nur im Ansatz sichtbaren Hebel der "mechanischen Elektronik" sind:

  • Rechts - Zündzeitpunktverstellung (Ignition) für die Stellungen "Früh" ("Early")  und "Spät" ("Late") für niedrige Drehzahlen.
  • Oben - kann der Vergaser (Carburation) auf fettes (Strong) und mageres (Weak) Gemisch gestellt werde, das ist also ein Choke.
  • Links - wird die Drosselklappe (Governor) auf "Langsam" ("Slow") oder "Schnell" ("Fast") gestellt werden, das ist das Handgas. (Quelle -  http://members.fortunecity.de/wiso1/index.html).

Hier ackert nicht die chip-ige Elektronik irgendein Kennfeld um, hier zählt das wahre Gefühl. Ergonomisch angeordnet, noch überschaubar und irgendwie der Vorläufer von Schumis Millionen-Lenkrad.

 

verbrannter IC im Steuerteil
Die Abbildung dürfte für Elektronikhassern Wasser auf die Mühle sein.
Der völlig verkohlte IC des Steuerteiles legte nicht nur die Zündung lahm sondern über die Wegfahrsperre auch die Ansteuerung der EKP.
  - Auch so kann man ein Auto unerwartet lahmlegen.

Vorgeschichte:
Im Verlaufe von zwei Jahren setzte das Fahrzeug sporadisch aus.
Zündspule, Zündkabel, Kerzen und Verteiler wurden nacheinander gewechselt - nach jedem Werkstattbesuch lief das Fahrzeug dann auch - leider nicht wirklich. 
Irgendwann im Dezember roch es dann durchdringend und nichts ging mehr (s.o.).......

 

 

 

 

SchrittmotorSchrittmotor    (seltener als Hybridmotor bezeichnet, da Permanent- und Elektromagnete gleichzeitig Verwendung finden)

Schrittmotoren werden wegen ihres einfachen Aufbaus und der großen Zuverlässigkeit für Stellantriebe, Fernsteuerungen, Druckerantriebe... eingesetzt oder finden im Kfz-Bereich für Leerlaufsteller, E-Gas, Spiegel-, Sitz-, Klappenverstellung der Klimaanlage und nicht zuletzt zur Bewegung der Zeiger in Instrumenten (s. Abb. Instrumentenbeleuchtung das Zahnrad auf der Welle des Schrittmotors treibt den Zahnkranz mit dem Zeiger an) ihre Verwendung.

Diese Motoren erzeugen keine kontinuierliche Drehbewegung sondern werden in kleinen Schritten (Sprüngen) weiterbewegt.

Dazu besitzen die Schrittmotoren einen permanentmagnetischen Anker. In den folgenden Beispielen mit einem Polpaar, reale Ausführungen weisen wesentlich mehr Polpaare auf um feinere Schrittweiten (<1°) zu erreichen.
Die Wicklungen des Stators sind ebenfalls paarweise angelegt, können jedoch unterschiedlich zusammengeschaltet werden.
Man unterscheidet die Betriebsart:
unipolare Schrittmotoren und bipolare Schrittmotoren.

Die Abb. zeigt einen bipolaren Schrittmotor.

(Die vier Schalter werden durch die Schalttransistoren des ansteuernden IC ersetzt wodurch u.a. die Möglichkeit entsteht den Motor schnell und kontinuierlich drehen zu lassen. Die Ansteuerung muss nur schnell genug für einen Polwechsel sorgen. Je nach Frequenz kann so auch die Drehzahl verändert bzw. konstant gehalten werden.)

Folgende Varianten sind möglich:

Schrittmotor (bipolar)
  • Nur L1 wird, wie in der Abb. gezeigt, angesteuert
    Durch den oben liegenden Südpol der Feldwicklung dreht der Anker seinen  Nordpol nach oben. In dieser Position bleibt er stehen! ( → stehender Motor ≠ stromloser Motor! )

  • L1 und L2, bewirken eine Drehung des Anker in die gezeigte Stellung.

  • Nur L2 heißt, dass der Nordpol jetzt links zum Stehen kommt.

  • L2 und Polwechsel an L1 bedeutet die Südpole des Stators liegen jetzt links und unten, der Rotor dreht seinen Nordpol nach links/unten.

  • L1 bleibt mit o.g. Polwechsel angeschlossen und L2 fällt weg,
    der Nordpol des Ankers dreht sich nach unten.

Eine halbe Umdrehung wurde mit fünf verschiedenen Ansteuerungen ausgeführt.

 

Schrittmotor unipolarBei dem unipolaren Schrittmotor sind die Verhältnisse vergleichbar. Um hier die vorher beschriebene 1/2 Drehung zu machen, müssten der Reihe nach angesteuert werden :

  • L1
  • L1 + L2 (s. Abb.)
  • L2
  • L2 + L3 (anderer Wicklungssinn bewirkt Umkehr des senkrecht gelegenen Feldes)
  • L3

Stellt man sich die erforderliche Ansteuerung vor, erscheint der Aufwand enorm. Da das jedoch über IC's abgewickelt werden kann, rückt dieser Punkt in den Hintergrund.
Log. Tabelle zur AnsteuerungWichtiger ist die Möglichkeit der Abspeicherung bestimmter Positionen.
Binäre Muster zu speichern und auszulesen ist kein Problem.
Enthält der Speicher bei L1 und L2 die "1" (zweite Zeile) wird gemäß dem Bild L1 und L2 angesteuert. Für diese Variante gibt es aber nur eine Stellung des Ankers und genau diese nimmt er ein.

Genaue Positionierung und Speicherbarkeit machen den Einsatz von Schrittmotoren so interessant für die Steuerungstechnik.

 

 

Spirallader (s.G-Lader)