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Stichwörter R
Rohrgenerator, Reifendrucksensor, Regensensor, Radar, Rückspiegel, Rollcode, Relais, Regler (Generator)
Radsensoren, Reedkontakt, R134a,

 

Rohrgenerator     Teil des Airbags s. Gasgenerator

 

R134a    Kältemittel s. 134a

 

ReifendrucksensorReifendrucksensor

Der Sensor misst jede Minute den Druck, die Temperatur und die Beschleunigung des Reifens.
Warnungen werden ausgegeben bei:
  geringem Unter- und Überdruck,
  starkem Unterdruck bzw. Reifenpanne und
  hohen Geschwindigkeiten falls der erforderliche Fülldruck nicht vorliegt.
Die Reizung bzw. Ausgabe erfolgt per Funk mit 125kHz/ 433MHz. Die Lebensdauer der Batterie beträgt ca. 5000h. Diese Technik unterstützt wirkungsvoll das PAX-System.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung der Radsensoren für ABS, ESP, Tempomat...
Hier wird die Änderung der Drehzahldifferenz herangezogen, denn mit geringerem Fülldruck nimmt der Radradius ab und so die Drehzahl zu. 

 

 

RegensensorRegensensor/ Lichtsensor

Über LED's wird Licht (IR, hier 4 Dioden in den unteren Aussparungen) in Richtung Scheibe gesendet. Reflektion lässt das Licht auf die in den oberen Aussparungen sichtbaren Fototransistoren fallen. Durch Wasser auf der Scheibe kommt es zur Streuung des Lichtes und die Intensität des auf die Fototransistoren treffenden Lichtes verändert sich. Die Wischbewegung  kann ausgelöst werden.
Damit die Umgebungshelligkeit keine Fehler verursacht wird diese zusätzlich ausgewertet (mittlere Aussparungen.). Außerdem wird bei Bedarf das Licht zu/ abgeschaltet.
Der horizontale Heizwiderstand sorgt für beschlagfreies Glas im Messbereich des Sensors.

 

 

 

RadarAufbau des Radarsensors

Im Fahrzeug wird es zur Unterstützung des Fahrers eingesetzt. Es ist in der Lage Bewegungen bis zu 200m vor dem Fahrzeug zu analysieren. Radar vor dem Kühler
Bei zu schnell abnehmendem Abstand wird der Fahrer gewarnt oder die Bremsanlage greift in das Geschehen ein um ein Auffahren zu verhindern.

Die Einheit gibt gebündelte (Winkel ca. 16°), elektromagnetische Wellen im GHz Bereich ab und empfängt kurz danach die Echos. Deren Laufzeit und somit die zurückgelegte Wegstrecke kann über den Phasenversatz der Signale bestimmt werden.

 

 

 

Rückspiegel (elektronisch abdunkelbar)

In Abhängigkeit von der einfallenden Helligkeit, genauer gesagt deren Differenz zwischen von vorn und von hinten einfallendem Licht, wird der Spiegel nach dem Prinzip eines Displays (s. LCD ) abgedunkelt. In diesem Fall erstreckt sich die aufgedampfte Frontelektrode über die gesamte Fläche.

PS.: Wen wundert es da noch, wenn ein Teil der Fläche als echtes Display genutzt werden würde?

 

 

 

RollcodeAblaufzyklus Rollcode

Der Rollcode arbeitet zur Sicherung der übertragenen Befehle mit wechselnden Codezahlen. Die Fernbedienung und das Zugangssystem im Fahrzeug besitzen eine gleiche Tabelle mit Codezahlen. Bei jedem übertragenen Befehl rücken beide zur nächsten Codezahl vor.
Wenn der Sender außerhalb der Reichweite betätigt wurde, ist er weiter vorangeschritten als der Empfänger. Wegen dieser Problematik akzeptiert der Empfänger auch weiter vorausliegende Codezahlen (höhere Werte in der Abb. bei  1 ). 
Gleichzeitig werden die beiden Werte automatisch synchronisiert.

Erfolgt später wieder eine einseitige Erhöhung durch Betätigung, ist es möglich, dass der Schlüssel seinen höchsten Wert erreicht und mit der nächsten Betätigung auf den Anfangswert zurückspringt (daher Rollcode). 
Soll das Fahrzeug jetzt geöffnet werden, s. Abb. bei  2 , "steht man da mit wirrem Haar" und das Auto tut so als wenn es keinen kennt. Mechanische Öffnung mit Schlüssel ist dann die sinnvollste Variante. Danach muss neu synchronisiert werden s. Abb. bei  3 . Schlüssel und Fahrzeug werden zwangsweise gleichgesetzt. Das geschieht in der Werkstatt oder wer das Verfahren kennt, macht es schnell allein! (Geringfügige Abweichungen zwischen den Herstellern)

Jeder Schlüssel erfordert eine eigene Verarbeitung im Fahrzeug. Deshalb ist die Anzahl der gleichzeitig im Einsatz befindlichen Schlüssel begrenzt. Verlust bedeutet im Normalfall dass alle vorhandenen Schlüssel zusammen mit dem neuen Schlüssel erneut "angelernt" werden müssen.

 

 

 

Relais

RelaisUralt und trotzdem immer wieder im Einsatz.
Wird die Spule vom Strom durchflossen, zieht das sich bildende Magnetfeld den beweglichen Anker an. Durch diese Bewegung werden  die angebrachten Kontakte geschlossen.
Es kann also mit einem relativ schwachen Steuerstrom ein recht kräftiger Strom im Arbeitskreis geschaltet werden. Daher oft der Name "Entlastungsrelais". Die Schalter brauchen demnach nur den Steuerstrom zu bewältigen während der Strom durch die Verbraucher von den Relaiskontakten geschaltet wird.
Die stärkste Ausführung im Kfz ist der Magnetschalter des Starters. Dessen Anker bewegt erst das Ritzel und schließt dann die Hauptkontakte.

Die Kontakte werden als Schließer, Öffner, Wechsler oder deren Kombination ausgelegt. Dem Einsatzzweck entsprechend können auch mehrere Wicklungen auf dem Kern aufgebracht werden. 
Ein Relais ist zwar bei kurzzeitiger Überlastung recht unempfindlich dafür aber auch recht träge. Für eine Reihe an  Schaltvorgängen im Kfz ist der Einsatz von schneller und verschleißfrei schaltenden Transistoren oder Thyristoren sinnvoller.

 

 

Regler (Generator)

Um die Bordspannung unabhängig von Last- und Drehzahländerungen zu machen muss der Generator ständig angepasst werden.Regler innen
Dazu wird das Prinzip des Zweipunktreglers genutzt. Die ungepufferte Generatorspannung (Ausgang Erregerdioden also ohne parallelem Akku) wird erfasst und ständig mit einer Referenzspannung (Sollwert) verglichen.Prinzip des Reglers 
Das Ergebnis ist Grundlage für den Schaltzustand des Schalttransistors am Ausgang des Reglers, der den Strom durch die Erregerwicklung ein- oder ausschaltet.

Liegt eine starke Last/ geringe Drehzahl vor, muss der Regler den Erregerstrom (Ierr) längere Zeit durch die Erregerwicklung (Klauenpolläufer, Anker) fließen lassen bis sich die Spannung auf den Maximalwert erhöht hat - s. rechte Abb. Abschnitt 2.
Ist dieser Wert erreicht unterbricht der Schalttransistor den Erregerstrom (Abschnitt 1 ) und die Spannung bricht schnell bis auf den Minimalwert zusammen.

Regler ArbeitsweiseMit geringer Last/  höherer Drehzahl erfolgt, durch das höhere Energieangebot, der Anstieg schneller (Abschnitt 4 ). Demgegenüber fällt die Generatorspannung aber langsamer ab und der Regler unterbricht den Erregerstrom für längere Zeit (Abschnitt 3 ). 
Diese Vorgänge laufen sehr schnell und während der gesamten Betriebsdauer ab. Die Bordspannungsschwankungen können < 0,5V gehalten werden ( Mittelwert 13,2V < UBord < 14,4V ).

Systeme, die für ein schnelleres Aufladen des Akkus nach dem Starten/ Entladen sorgen, arbeiten mit variabler Reglerspannung. Damit die Bordspannung gerade bei hohen Lasten nicht unnötig zusammenbricht wird hier gleichzeitig in das Motormanagement eingegriffen (Drehzahl). Die Reglerfunktion wird komplexer und ist deshalb in das Motorsteuergerät integriert.

 

 

Radsensoren

RadsensorIn den meisten Fällen Induktivgeber, die durch ihre robuste Bauart eine hohe Betriebssicherheit garantieren.

Ihr Signal wird von ABS/ASR/ESP-Systemen aber auch als Wegstreckensignal für Tacho/km-Zähler/Navigation genutzt.aktiver Radsensor

Neu sind aktive Geber als Radsensoren, die in diesem Fall ein PWM-Signal abgeben (Puls-Weiten/Längen- Modulation). Sie arbeiten auf dem Hallgeberprinzip und nutzen z.B. bei DC ein Multipolring aus Elastomerkunststoff mit eingebrachten Metallteilchen. Dieser Ring wird polwechselnd aufmagnetisiert und liefert im Normalfall das gewohnte, drehzahlabhängige Signal. Im Fehlerfall (Luftspalt, Einbaulage) verändert sich das Tastverhältnis, z.B. Impulse kürzer und Pausen länger. Die Frequenz bleibt jedoch proportional zur Drehzahl.
Im Anschluss wird das Signal aufbereitet und danach auf den CAN-Bus gelegt. Im Sinne der Fehlererkennung im System wird selbst bei stehendem Rad eine entsprechende Information auf den Bus gegeben.
Für nicht aufmagnetisierte Geberräder werden mit Dauermagneten versehene Geber angeboten (also die ursprüngliche Variante). Die Verarbeitung der Informationen erfolgt jedoch wie beschrieben.

 

 

 

Reedkontakt       s. Schutzgaskontakt