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Notstart, NOS, Navigation, AAAA

 

Notstart       s. 2-Akku-System

 

 

NOS       (Lachgaseinspritzung)

Chemisch gesehen ist NOS (Lachgas) N2O. Es ist nicht brennbar und auch nicht explosiv. 

Die Bomber der USA waren mit NOS ausgerüstet, um sich in größerer Höhe bewegen zu können. Dort sinkt aber der Sauerstoffgehalt stark ab. Verbrennungsmotoren brauchen aber Sauerstoff um Leistung zu erzeugen. Je weniger Sauerstoff nun vorhanden ist, desto geringer wird die Leistung der Flugzeuge. 

Die alten Nitro-Einspritzsysteme verwendeten gasförmiges N2O, welches zusammen mit Nitromethan und/oder Alkoholen eingespritzt wurde. Diese Gemische erzeugten extreme Leistungssteigerungen sowie unkontrollierbare Drücke und Temperaturen was zu vorzeitigem Motorverschleiß führte. Da diese Systeme noch über keine Sicherheitsschaltungen verfügten, waren Motorschäden nicht selten. Bei NOS-Systemen wird flüssiges N2O zusammen mit normalem Benzin eingespritzt. Durch das schnelle verdampfen des flüssigen N2O wird das Benzin-Luft-Gemisch abgekühlt (höhere Dichte und als Nebeneffekt - Innenkühlung der Teile).
und so weiter... Bei 575 Grad Celsius zersetzt sich das N2O-Molekül und der Sauerstoff wird frei. Dieser zusätzliche Sauerstoff erlaubt, dass mehr Benzin verbrannt und somit mehr Energie freigesetzt werden kann. 
Das sollte aber auch sichergestellt werden, da alleinige N2O-Einspeisung und der damit hervorgerufene Sauerstoffüberschuss die gleiche Wirkung wie beim Brennschneiden hat. 

Zitat: 
"Warum nur ?
Ein guter, haltbarer Motor, ob Sauger oder Turbo, kommt an einem klassischen Tuning nun mal nicht vorbei, wenn´s auf Dauer haltbar sein soll und vor allem wenn IMMER und ÜBERALL genug Leistung anstehen soll - ich rede nicht von ganz kurzen Spitzenleistungen für Ampelstarts, weil die einfach über das Potential und die Leistungsfähigkeit eines Auto´s genau nullkommanull aussagen.
Oder kennst du irgendjemanden, der mit NOS seriös auf der Rennstrecke fährt und damit dauerhaft und schnell unterwegs ist ? Ich rede nicht von Dragstern oder so, die nur max. 15 Sekunden diese Spitzenbelastung aushalten müssen)"

 

 

Navigation

Im Fahrzeug kommen zwei Verfahren parallel zum Einsatz, daher der Begriff Koppelnavigation. 

Koppelnavigation
Die Positionsbestimmung per GPS ist nur in freiem Gelände möglich. Bei hoher Bebauung, Gebirgen/Tälern, Tunneln oder Baumbewuchs kann dieses Verfahren aussetzen. In dieser Situation werden Signale benutzt, die sonst zur Feinkorrektur dienen. Sie kommen von Sensoren, die die Fahrzeugbewegung (Wegstrecke, Drehungen) beschreiben können.
Ist die Position bestimmt (Längen- und Breitengrad), wird der Punkt auf der digitalisierten Karte (CD) gesucht und und zur Anzeige gebracht. (Vergleichbar mit dem Kartenlesen von Hand - das Inhaltsverzeichnis sagt "Ort" liegt in K9, also suchen wir in Spalte K die Zeile 9 heraus und finden dort "Ort".)

Bei der Zielsuche läuft es vergleichbar ab. Zuerst werden die Zielkoordinaten des Ortes gesucht. Damit liegt schon die Fahrtrichtung fest. Auf der CD kann jetzt nach vorhandenen Strassen gesucht werden. Sind in diesem Richtungskorridor welche vorhanden, werden die Koordinatenpunkte des Straßenverlaufes abgespeichert. Aus dem per GPS und den Fahrzeugsensoren ermittelten Standort und den im Navi-Steuergerät abgespeicherten Straßenkoordinaten kann dann neben der Anweisung "Rechts abbiegen" o.ä. z.B. die heißgeliebte Anweisung "Bitte wenden" gemacht werden.

Siehe auch  Stichwörter/ Navigation