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Stichwörter L
Leuchtweitenregulierung, LED, (LWL) Lichtwellenleiter, Lenkhilfe el., Lumineszenz, LCD (Display)
Lampenkontrolle, Luftmassenmesser, Lachgaseinspritzung, Luftfederung,

 

Leuchtweitenregulierung (LWR)

Ermöglicht ein Kippen der Scheinwerfer um die Höhe der Hell-Dunkel-Grenze zu verändern. (z.B. bei unterschiedlicher Beladung des Fahrzeuges).
Bei Fahrzeugen mit Xenon-Scheinwerfern schreibt der Gesetzgeber eine automatische LWR vor.

 

 

LED (Light Emitting Diode)

Je nach verwendetem Werkstoff senden pn-Übergänge bei Stromdurchgang verschiedene LED's (deshalb Normalbetrieb - Durchlassrichtung) IR bzw. sichtbares Licht aus.
Der Grund ist die Energieaufnahme während der Bewegungsphase der freien Elektronen und die Abgabe bei der Rekombination (Elektronen werden von den ionisierten Atomen aufgenommen und geben dabei die überflüssige Energie als el.  magn.Welle ab). Geringe Wärmebildung und Betriebsleistung sind wichtige Vorteile.LED

Der Einsatz erfolgt nicht mehr nur als Schalterbeleuchtung, Kontrollleuchten oder Optokopplern sondern zunehmend auch als Signalleuchten wie Fahrtrichtungsanzeige, Schlussleuchten und Bremsleuchten. Siehe auch Regensensor.

 

 

LWL (Lichtwellenleiter, Lichtleiter...)verschiedene LWL

Für kurze Entfernungen, also im Kfz, wird eine oder mehrere Kunststoffadern im LWL genutzt. Durch die Totalreflektion des eingespeisten Lichtes an der Wandung der Ader gelangt das Licht fast vollständig an das andere Ende der Leitung. Dabei kann es der Krümmung des Kabels folgen und ermöglicht so die Verarbeitung in einem Kabelbaum. Die Information wird dabei durch Takten des Lichtes (Impulsfolge) übertragen.
Der Vorteil liegt in der hohen Störsicherheit, da weder Magnetfelder noch elektrostatische Felder Störungen hervorrufen können.

 

 

Lenkhilfe el.elektrische Lenkhilfe

Die elektrische Servolenkung benötigt nur Energie während der Lenkbewegungen. Sie nutzt einen Drehwinkelsensor, der das Drehmoment an der Lenksäule erfasst (dazu wird deren Torsion optoelektronisch bestimmt). In Abhängigkeit von Torsionswinkel und Geschwindigkeit wird der E-Motor angesteuert und unterstützt die Lenkbewegung.

 

 

Lumineszenz (Leuchtfolie)

Hier sind die Leuchtpigmente in einem transparenten, organischen oder keramischen Bindemittel eingebettet. Die Pigmente bestehen aus bipolaren Verbindungen. Das elektrische Feld wird über  Elektroden zugeführt, von denen die Frontelektrode aus einer sehr dünnen, transparenten, leitenden Metallschicht besteht. Lumineszenz (Leuchtfolie)
Die Rückelektrode besteht aus einer leitenden Metallschicht. Die zwischen Front- und Rückelektrode befindliche Leuchtpigmentschicht bildet in Verbindung mit dem Einbettungsmittel das Dielektrikum eines Kondensators, weshalb verschiedentlich auch die Bezeichnung "Leuchtkondensator" verwendet wird. Der Schichtaufbau wird durch Reflektions- und Schutzfolien ergänzt. Zum Betrieb sind Betriebsspannungen im Bereich von 70Veff bis 160 Veff mit einer Frequenz von 200 Hz bis 1000 Hz erforderlich.
Einsatz z.B. zur Beleuchtung der Kombiinstrumente (s. Instrumentenbeleuchtung)

 

 

LCD (Display)LCD (Display)

Zur Anzeige von beliebigen Ziffern, Buchstaben, Symbolen.

Zwischen zwei strukturierten (5-waagerecht und 3-senkrecht) Glasplatten befindet sich eine zumeist organische Flüssigkeit (4) mit langen, bipolaren Molekülen (─ ─). Diese lagern sich im Ruhezustand an die Struktur der Glasplatten an. Fällt nun Licht (7) durch das erste Polarisationsfilter (6) werden lediglich die waagerecht schwingenden Lichtwellen hindurch gelassen. Diese "gleiten" an den Molekülen entlang und ändern damit ihre Polarisationsebene. So können sie auch das zweite Polfilter (2) durchlaufen und werden durch den Spiegel (1) reflektiert. Der Rückweg verläuft identisch - wir können es sehen, die Fläche erscheint hell.

LCD in RuhestellungAuf der hinteren Glasplatte dampft man die durchscheinende Rückelektrode und auf der Vorderseite eine ebenfalls durchsichtige Metallfrontelektrode auf. Diese bekommt das Aussehen der anzuzeigenden Symbole o.ä.
An diese herausgeführten Elektroden (s. Anschlussfahnen in der oberen Abb.) wird bei Bedarf eine Wechselspannung gelegt (Gleichspannung kann durch Elektrolyse die Einheit zerstören!). LCD angesteuertJetzt richten sich die Moleküle, entsprechend den sich aufbauenden Feldlinien des elektrischen Feldes, unterhalb der Frontelektrode aus. Unter den nicht angesteuerten Segmenten bzw. den übrigen Teilen des Displays bleiben sie in der Ruhestellung. Licht kann also beim Durchgang der angesteuerten Abschnitte nicht mehr gedreht und damit reflektiert werden - wir sehen diesen Teil dunkel.

Da dieses Display nicht selbst leuchtet wäre eine Anzeige bei Nachtfahrt nicht möglich. Dazu wird der Spiegel halbdurchlässig ausgelegt so dass die Hintergrundbeleuchtung für uns, je nach Ansteuerung, sichtbar oder unsichtbar wird.

 

 

Lampenkontrolle       s. auch  Blinkgeber

 

Luftmassenmesser

Heissfilm-Luftmassenmesser 
Auf einem dem Luftstrom (s. Pfeil) ausgesetzten Blättchen befindet sich auf der Rückseite ein Kompensationsfühler, ein Heizwiderstand und auf der Vorderseite der Temperaturfühler.

Luftmassenmesser (Heißfilm)Durch den Heizwiderstand und den zugehörigen Regler (s. Leiterplatte) wird der Temperaturfühler auf konstanter Übertemperatur gehalten. Vorbeiströmende Luft entzieht ihm Energie, die durch einen erhöhten Strom im Heizelement nachgeführt wird. So wird die Stromänderung ein Maß für die durchströmende Luftmasse. 

( Luftdurchsatz ↑ - Abkühlung ↑ - erforderlicher Strom ↑ )

Bei diesem Verfahren bewirkt eine höhere Dichte der Luft eine stärkere Abkühlung. Es wird nicht das Volumen sondern tatsächlich die Luftmasse erfasst - also die wirklich vorhandenen Sauerstoffanteile. 
Jetzt kommt der Kompensationsfühler in's Spiel. Erhöhte Umgebungstemperatur würde natürlich einen Einfluss auf die Erwärmung und somit auf den Messstrom haben. Dieser Fehler wird mit Hilfe des Kompensationsfühlers erkannt und vom Endergebnis abgezogen.

Hitzdraht-Luftmassenmesser nutzen für dieses Verfahren einen etwa 5cm langen Pt-Hitzdraht (Pt-Heizdraht), den der Strom erwärmt. Der Luftstrom kühlt ihn ab und der Regler versucht die alte Temperatur wieder herzustellen. Auch hier wird der dabei eingespeiste Strom wie oben beschrieben ausgewertet.

 

 

Lachgaseinspritzung               s. NOS

 

 

Luftfederung /Luftdämpfung

Luftfederung/ -dämpfungBei DC läuft sie unter dem Namen ADC - Airmatic Dual Control, dem Federungssystem (ADC) mit einem adaptiven Dämpfungssystem (ADSII). 
Das System ermöglicht neben der Wahl zwischen sportlicher und komfortabler Federungs- und Dämpfungsabstimmung, einem Anheben und Absenken des Fahrwerkes auch eine beladungsabhängige Niveauregulierung.ADS-Funktion

Die Druckversorgung erfolgt über einen E-Motor (400W, max 100A!) bzw. den Druckspeicher.
Das Heben (25mm) und Senken (15mm) kann auch manuell eingeleitet werden, bei Geschwindigkeiten über 120/140km/h erfolgt jedoch eine sofortige automatische Absenkung. Niveaugeber (Hallgeber) erfassen den Zustand der Räder bzw. Achse.

Die Härte der Federung wird durch Veränderung des aktiven Luftvolumens bestimmt. Da dessen Verkleinerung/ Vergrößerung durch Magnetventile erfolgt, ist u.a. ein schnelles Reagieren bei Ausweichmanövern... möglich. (Hier werden zusätzlich Vertikalbeschleunigungen durch Beschleunigungssensoren (Prinzip s. a-Sensoren) erfasst und in die Entscheidung einbezogen.)
Die Verstellung der Dämpfung wird ebenfalls über die el. magn.Ventile (1 und 2 s. Abb.) vorgenommen. Je nach Ansteuerung verändern sie den Luftaustausch zwischen oberer und unterer Kammer.

Und wie sollte es anders sein - alles ist in das Netz (s. auch Themen/Vernetzung) eingebunden.