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Stichwörter I
Innenraumüberwachung, Instrumentenbeleuchtung, Intervallbetrieb, Induktivgeber, Injektor

 

InnenraumüberwachungUltraschallüberwachung

Neben Glasbruchmeldern z.B. die Drähte der Heckscheibenheizung oder aufgedampften/ aufgedruckten Wendeln bei Seitenfenstern eines Kombis sind in der Hauptsache zur Überwachung des Innenraumes zwei Varianten üblich.

IR-ÜberwachungDas ist die Überwachung per Ultraschall und
die Überwachung mit IR.
Das Wirkungsprinzip ist vergleichbar. Ausgesendeter Schall (s. Piezogeber rechts unten) bzw. IR-Wellen (3 LED's linkes Bild neben den Zuleitungen) werden an den Scheiben und anderen Gegenständen mehr oder weniger gut reflektiert. Die Intensität der zurückkehrenden Schall- oder Lichtwellen, aufgenommen durch die Piezowandler oder Fototransistoren) wird nach der Aktivierung (meist durch das Verschließen des Fahrzeuges ausgelöst) abgespeichert und ständig mit den neu eintreffenden Ergebnissen verglichen. Zerstörte Scheiben auch das Hineingreifen durch ein geöffnetes Fenster liefern andere Reflektionswerte und lösen damit den Alarm.... aus.

Piezogeber s.auch Piezoeffekt, Einparkhilfe

 

 

 

InstrumentenbeleuchtungKombiinstrument

Der überwiegende Teil der Fahrzeuge nutzt zur Beleuchtung von Schaltern oder Instrumenten Glühlampen. Ihre Wärme und relativ kurze Lebensdauer sind ein markanter Nachteil. Seit einigen Jahren werden zur Schalterbeleuchtung oder als Signallampen gern LED's eingesetzt.
In jedem Fall ist eine gleichmäßige Ausleuchtung größerer Flächen z.B. dem Tacho nur schwer erreichbar. Hier eignen sich Lumineszenz-Folien.
Diese leuchtende Fläche kann in gewohnter Weise als Hintergrundbeleuchtung (hier Temperaturanzeige) genutzt werden oder man deckt die "unbeleuchteten" Flächen mit Lack ab (hier beim Drehzahlmesser zu sehen - die Zahlen blieben frei).

 

 

 

Intervallbetrieb

Der Scheibenwischer wird durch das Intervallrelais (identisch mit dem Wisch-Wasch-Relais), das hier als astabiler Multivibrator (AMV) arbeitet, angesteuert. Dabei lassen sich die Pausen zwischen den Impulsen zur Ansteuerung des Scheibenwischermotors in Stufen oder auch stufenlos verändern. Dazu wird das im AMV vorhandene RC-Glied, das zeitbestimmende Element, vom Fahrer verändert. Die Impulsdauer bleibt konstant, da sie keinen Einfluss auf das Verhalten des Wischers hat. Sie muss nur kürzer sein als die Zeit, die eine Wischerbewegung dauert. Der abgegebene Impuls soll nur den Wischermotor aus der Ruhelage herausholen, die restliche Bewegung wird durch den Endlagenschalter kontrolliert.

Besonderheit:
Bei gestängelosen Versionen erfolgt inzwischen die Steuerung der Bewegung durch Abbremsung und Umkehr der Polarität am Motor. Die Kontrolle übernimmt das Steuergerät des Motors, es koordiniert über den CAN-Bus auch die Anforderung des Intervallbetriebes.

 

 

 

InduktivgeberInduktivgeber Prinzip

Ein aktiver Geber, der unter Ausnutzung des Induktionsgesetzes zur Erfassung von Drehbewegungen genutzt wird.
Das durch den Dauermagnet bereitgestellte Magnetfeld bleibt solange in der Wicklung (Wicklungswiderstand 1-2 kOhm) konstant bis das Geberrad (ferromagnetisch) gedreht wird. Da Luft einen höheren magnetischen Widerstand als Stahl besitzt, verringert sich der Magnetfluss beim Vorbeigehen einer Lücke. Steht dagegen ein Zahn dem Polschuh gegenüber wird das Feld kräftiger. 

Erst diese Feldänderung lässt eine Induktionsspannung entstehen. Ihre Polarität wird durch Abnahme oder Zunahme des Feldes bestimmt. Entscheidend für die Höhe ist die Größe der Feldänderung bzw. die Änderungsgeschwindigkeit (schnellere Drehung erzeugt eine höhere Spannung).

Ein vergrößerter Luftspalt, auch wenn es nur 10tel sind, führt zu einer erheblichen Verkleinerung der Spannung.

Weitere Einsatzgebiete sind Drehzahl/OT-Geber an der Kurbelwelle (Schwungscheibe) oder durch veränderte Form des Geberrades auch im Zündverteiler einer TSZ-i.

 

 

 

Injektor      (Piezo-Injektor)

 Piezo-Injektor

Zur genauen Dosierung des einzuspritzenden Kraftstoffes (s. auch Common-Rail).
Überwiegend erfolgt die Auslösung elektromagnetisch. Seit einiger Zeit sind auch piezoelektrische Injektoren im Einsatz. Nach dem Piezo-Effekt bewirkt die angelegte Spannung eine mechanische Verformung des Piezo-Modules.

Um eine Bewegung von 0,04 mm zu erhalten, werden ca. 350 einzelne Piezo-Elemente gestapelt und mit einer Spannung von über 40V angesteuert.
Diese minimale Bewegung reicht aus um das Schaltventil in Arbeitsposition zu bringen. Der Druck im Ventilsteuerraum verringert sich wodurch der unter hohem Druck stehende Kraftstoff die Nadel im Düsenmodul anheben kann und versprüht wird. Wird das Schaltventil geschlossen, steigt der Druck im Steuerraum auf den im Düsenmodul herrschenden Wert. Das Kräftegleichgewicht bewirkt dass die Düse nicht mehr angehoben werden kann und sich schließt.

Dem Piezo-Injektor schreibt man eine 3x kürzere Reaktionszeit als dem elektromagnetisch betätigten Injektor zu.