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Stichwörter G
Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer, Gasgeneratoren, Gel-Batterie, GPS, G-Lader

 

GurtstrafferGurtstraffer mechanisch

Um den nur leicht anliegenden Gurt bei einem Unfall nicht auf den Körper schlagen zu lassen bzw. durch die Nachgiebigkeit des Gurtwickels (Filmrolleneffekt) rettende cm zu verschenken, werden ca.15ms nach dem Aufprall die Gurtstraffer ausgelöst. Sie ziehen entweder über den Gurtwickel den Brustgurt oder über das Gurtschloss Becken und Brustgurt ca.6...20cm zurück.

Im Einsatz sind pyrotechnische oder mechanische Systeme.
Bei den mechanischen Gurtstraffern entspannt sich beim Crash eine kräftige Feder und zieht das Schloss zurück (s. Bild).
(Bei der Demontage/Montage kann die Auslösung durch eine Sperre blockiert werden).
Pyrotechnische Straffer werden über ein Steuergerät elektrisch gezündet. Durch ihre kompakte Bauweise bedingt sind immer häufiger Gurtstraffer im Einsatz bei denen die Treibladung Kugeln über ein Zahnrad schießt und dieses dadurch den Wickel weiter aufrollt.

 

Gurtkraftbegrenzer

GurtkraftbegrenzerUm Verletzungen durch zu hohe Kräfte entgegenzuwirken verringert man die den Gurt belastende Zugkraft auf ca. 6000N. Das geschieht z.B. durch Verwinden der Torsionswelle. Der Gurt gibt also mit dem Überschreiten dieser Kraft nach. (Die Kraft steigt somit nicht weiter an, daher "Begrenzung")

 

 

 

 

GasgeneratorenTopfgenerator im Schnitt

Sie stellen die erforderliche Gasmenge zum Füllen der Airbags zur Verfügung. 

Zum Einsatz kommen derzeit zwei Typen: pyrotechnische Generatoren und Hybridgeneratoren.
Der rechts im Schnitt gezeigte Gasgenerator wird als Topfgenerator bezeichnet und ist Bestandteil des Fahrerairbags. Für die Beifahrerseite werden entweder zwei Topfgeneratoren (Platzbedarf ist größer) oder ein Rohrgenerator genutzt. 
Topf- und Rohrgeneratoren unterscheiden sich zwar in der äußeren Form haben aber ein identisches Arbeitsprinzip. 

Bei den pyrotechnischen Generatoren wird bei der Verbrennung der Treibladung (NaN3 - Natriumacid) das unbrennbare Stickstoff freigesetzt. Die Metallwolle kühlt es ab und hält feste Bestandteile zurück.

HybridgeneratorenHybrid-Gasgenerator
 enthalten zwar auch einen elektrischen Zünder, dieser dient aber nur zur Öffnung des Druckgasbehälters. In diesem wird das Füllgas (z.B. Argon, Helium) bei ca. 250-300bar gespeichert und nach dem Zünden schlagartig freigesetzt. Vorteil ist dabei die geringere Wärmemenge.

 

 

Gel-Batterie    (Gelakku)

Die Gel-Batterie ist eine Blei-Säure-Batterie, bei der der Elektrolyt in einem Gel oder einem Mikroglasvlies (AGM) festgelegt ist. Sie ist absolut wartungsfrei, da im verschlossenen Batteriesystem die bei der Ladung entstehenden Gase innerhalb der Zellen wieder zu Wasser rekombiniert werden. Somit ist ein äußerst sauberes und sicheres Handling gewährleistet, denn es können weder Gase noch Säurenebel noch außen dringen. Das Elektrolyt bei einer herkömmlichen Batterie besteht aus flüssiger, verdünnter Schwefelsäure. Bei der Gel-Batterie wurde das Elektrolyt, in einem speziellen Verfahren durch Zugabe von Kieselsäure zur Schwefelsäure, geliert. Sogar auf dem Kopf stehend versagt sie nicht ihren Dienst. 

Durch einen Aufbau mit verstärkten Gittern als Träger der aktiven Masse ist sie für den zyklischen Betrieb (Ladung/ Entladung/ Ladung), mit über 700 Zyklen konzipiert.verfügbare Kapazität
Langzeitentladung unter konstanten Bedingungen ist ihre Stärke (s. Abb.) und selbst Tiefentladung bleibt ohne gravierende Folgen. 
Im Vergleich zur konventionellen HD-Starterbatterie, die während ihrer Lebensdauer stetig an Startkraft verliert, steigert die Gel-Batterie zunächst ihre Kaltstartleistung und hält diese dann konstant über die gesamte Lebensdauer.
Gel-Batterien sind wegen ihrer äußerst geringen Selbstentladung (6 Monate - 10-20%), der langen Gebrauchsdauer, der Zuverlässigkeit auch bei tiefen Temperaturen und der Rüttelfestigkeit optimal.

(Als Akku für den E-Motor kommt im "Prius" eine Nickel-Metallhybrid-Batterie mit einer Spannung von 273V = 38 Blöcke von je 6x1,2V Zellen zum Einsatz. Toyota spricht hier ebenfalls von einer Gel-Batterie, was erkennen lässt, dass der Begriff auch auf andere Materialien angewandt wird.)

 

 

GPS    (Global Positioning System)

GPS SatellitenpositionDas derzeit bestehende Satellitenortungssystem umfasst 24 Satelliten, die auf sechs Umlaufbahnen verteilt, in ca. 20.000km Höhe die Erde in 12 Stunden umkreisen.

Zur eindeutigen Positionsbestimmung sind die Signale von mindestens drei Satelliten erforderlich. Sie enthalten neben dem Identifizierungscode die Position und die Uhrzeit.
Vergleicht jetzt das Navi-Steuergerät die empfangene Uhrzeit mit der eigenen Zeit wird eine minimale Differenz sichtbar. Sie wurde durch die Laufzeit des Signals verursacht und lässt damit einen Rückschluss auf die Entfernung zu.
In der Abb. entstehen beim Empfang von Satellit 1 und Satellit 2 zwei mögliche Standorte. Kommt die Entfernung zum dritten Satelliten (S3) jedoch hinzu, erweist sich der Punkt 2 als richtig. Joh, doa samma.

Siehe auch Themen/ Navigation.

 

 

G-Lader   ( auch Spirallader )

In dem Gehäuse des G-Laders, mit seinen spiralförmigen Kammern steckt ein ebenfalls spiralförmiger Rotor.

<< Gehäuse mit Ansaugöffnung (links)
      und Druckausgang (genau mittig)

Rotor

Die leicht grünliche Färbung stammt vom dem Öl zugesetzten Indikator. Tritt dieser bei Undichtheit aus kann die betreffende Stelle sichtbar gemacht werden. Der Indikator beginnt bei Bestrahlung mit UV-Licht zu leuchten.

Unten - Rotor von seiner Rückseite und der von der Keilriemenscheibe angetriebene Excenter (links)


Um ein Verdrehen des Rotors zu vermeiden, wird er durch die Kugeln in seiner Position gehalten und kann lediglich eine Taumelbewegung ausführen.

Arbeitsweise:
Durch die exzentrische Bewegung des Rotors (im Bild rot) wird das oben einströmende Gas (z.B. das Kältemittel) verdrängt. Durch Verkleinerung der Zwischenräume wird es in Richtung Mittelpunkt geschoben und dabei verdichtet.