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Stichwörter B
Bi-Xenon, Brennstoffzelle, Batterieklemme, Beleuchtung, Blinkgeber, Bidruckpumpe, Bordcomputer

 

Bi-Xenon

Mit diesem Scheinwerfer kann sowohl Abblend- als auch Fernlicht erzeugt werden.
Dazu unterdrückt bei Abblendlicht eine bewegliche Blende (Shutter) den nicht benötigten Teil des Lichtes und erzeugt so die Hell-Dunkel-Grenze.

 

 

 

 

Brennstoffzelle

Ermöglicht die direkte Umwandlung chemischer in elektrische Energie.
Dazu wird Wasserstoff (oder auch Methanol) aus dem Tank zugeführt und verbindet sich in der Zelle mit Luftsauerstoff zu Wasser. Die bei dieser Reaktion ("kalte Verbrennung") freiwerdende Energie wird für den Elektromotor des Fahrzeuges genutzt.Brennstoffzelle Funktion

Ablauf:
Die in zwei Kreisläufen getrennten Gase Sauerstoff und Wasserstoff werden dem Katalysator zugeführt. 
Die Wasserstoffmoleküle (H2) werden durch den Katalysator in zwei H+ Atome (Ionen) gespalten. Dabei gibt jedes Wasserstoffatom sein Elektron ab. Die Ionen wandern durch den Elektrolyten (Membran) zur Kathodenseite. 
Die Elektronen treten in die Anode ein und bewirken damit einen elektrischen Stromfluss, der die Verbraucher mit elektrischer Energie versorgt. 
Vier Elektronen an der Kathode rekombinieren mit einem Sauerstoffmolekül. 
Die nun entstandenen Sauerstoff-Ionen sind negativ geladen und wandern zu den positiv geladenen H-Ionen. 
Die Sauerstoff-Ionen geben ihre beiden negativen Ladungen an zwei H-Ionen ab und oxidieren mit diesen zu Wasser 

Derzeitige Probleme liegen in der raumfressenden Unterbringung der Zellen, des Tankes (Sicherheit) und der flächendeckenden Bereitstellung des Kraftstoffes.

  

 

 

Batterieklemme (Sicherheitsbatterieklemme)Anschluss abgetrennt

Bei einer Reihe an Fahrzeugen ist die Batterie in derVerbindung aktiv Fahrgastzelle oder im Kofferraum untergebracht und kann bei einem Unfall, da sie noch voll funktionsfähig ist, über zerstörte Kabel erhebliche Kurzschlussströme hervorrufen. Die unvermeidlichen Brände sollen durch die gezeigte Klemme verhindert werden. Dazu wird durch eine kleine, elektrisch gezündete Ladung (s. Bild gelber Stecker) der nicht abgesicherte Starter- und Generatoranschluss in 2..3ms vom Batteriepol getrennt. Eine Sperrklinke (in der abgenommenen schwarzen Abdeckung auf der linken Seite) verhindert die erneute Verbindung dauerhaft.

 

 

Beleuchtung

Gesamtheit lichttechnischer Einrichtungen im Fahrzeug 
s. auch Instrumentenbeleuchtung 

 

 

BlinkgeberBlinkgeber mit IC

Der elektronische Blinkgeber arbeitet auf der Basis des astabilen Multivibrators (AMV). Ein Taktgeber der laut Forderung der StvZO 90+/-30Impulsen je Minute abgibt. Dazu werden heute IC's genutzt, die nur einen minimalen Aufwand an zusätzlichen Bauelementen benötigen. Im rechten Bild gut auf der Unterseite der Leiterplatte zu erkennen. Die Oberseite trägt lediglich einen Elko, die Metallschleife als Messwiderstand und zur problemlosen Ausgabe des geschalteten Stromes ein Relais.
Bei Lampenausfall (<2 Lampen) muss eine deutlich schnellere Taktung erfolgen. Dazu wird mit dem Unterschreiten des geforderten Lampenstromes das zeitbestimmende RC-Glied verändert (siehe auch Multivibratoren).
Anschlüsse: Einspeisung - 49, Ausgang - 49a, Masse - 31 und ggf. C für die Kontrollleuchte.Blinkgeber

Blinkgeber für den Anhängerbetrieb benötigen eine integrierte Lampenkontrolle. Hierzu wird der über die Lampen des Anhängers fließende Strom durch Messwiderstände (Drahtschleifen im in der Abb.) geleitet und der Spannungsabfall ausgewertet. Bei zu geringem Spannungsabfall bleiben die Kontrollleuchten an C3 bzw. C2 dunkel.
 Eine höhere Blinkfrequenz wird wie üblich durch Lampenausfall der Zugmaschine verursacht.

 

 

 

 

BidruckpumpeBidruckpumpe der Zentralverriegelung

Zur Betätigung der Verriegelungseinheiten einer elektro-pneumatischen ZV wird zum Öffnen bzw. Schließen sowohl Überdruck als auch Unterdruck benötigt. Hierfür eignet sich eine Flügelzellenpumpe, da sie mit Umkehr der Drehrichtung die Saug- und Druckseite vertauschen kann.

So wäre die Bohrung 1 der Deckscheibe bei Drehung im Uhrzeigersinn die Druckseite, Steuergerät pneumatische ZVda der links unten liegende Raum sich stetig verkleinert. Auf der rechten Seite hingegen vergrößert sich der Raum - die Luft wird durch Bohrung 2 angesaugt.
Vertauscht das Steuergerät die Polarität des Motors kehren sich die Druckverhältnisse um. 

Die Abb. zeigt ein Steuergerät, das zur selektiven Ansteuerung (s. Zentralverriegelung) vorgesehen ist. Die Anschlüsse führen zu den einzelnen Türen (einschließlich Tankklappe) und werden, entsprechend der Einstellung, über die Magnetventile angesteuert.

 

 

 

Bordcomputer

Mit Sicherheit zählt diese Variante nicht dazu.
"Bordcomputer"Der Begriff ist zwar eindeutig festgelegt, nur wer nutzt ihn so?
Der ursprüngliche Name "Fahrdatenrechner" trifft den Kern. Dieses Gerät zeigt also nicht nur an, in der Abbildung Ladedruck und Temperatur, sondern berechnet auch Werte.Bordcomputer Angaben wie Ø-Verbrauch, Ø-Geschwindigkeit, Reichweite u.a. sind nur durch Rechnung ermittelbar. Die dazu benötigten Daten wie Tankinhalt, Geschwindigkeit usw. müssen zwar von den Fahrzeugsensoren bereitgestellt werden, werden aber u.U. nicht angezeigt.

Ältere Geräte wurden "aufgesetzt" also als eigenständige Einheit verbaut. Nachrüsten oder Abbau war jederzeit möglich. Ein Eingriff in das Fahrzeugmanagement erfolgte nicht.

Derzeitige Systeme sind weder aus mechanischer noch aus elektronischer Sicht vom Fahrzeug trennbar. Der für uns sichtbare Teil ist nur eine Zusammenstellung informativer Details, die ohnehin durch verschiedene Steuergeräte genutzt werden.
Das Kombiinstrument oder das InfodisplayInterface eines größeren Info-Displays bereiten die Daten in eine für uns verständliche Form auf.
Wenig sinnvoll wäre die Anzeige der Einspritzzeit - diese liefert aber zusammen mit der Drehzahl (Anzahl der Einsspritzvorgänge), der Geschwindigkeit bzw. der Zeit den Momentanverbrauch.

Hier buhlen manche Hersteller mit einer Vielzahl von "wichtigen" Angaben um die Gunst des Käufers. Ich glaube aber nicht, dass ein Kaltstart oder begonnener Überholvorgang abgebrochen wird, nur weil das Gerät 30l/100km anzeigt!
Irgendwann mutierte der Bordcomputer dann zum IQ-Tester oder wurde zur Bekämpfung der Langeweile im Stau genutzt -quasi der Gameboy-Ersatz. Je mehr man über dessen Fähigkeiten nachdenkt, kommt eine Frage auf: "Bezahlen wir etwa beim Autokauf einen Teil der Diagnoseausrüstung der Werkstatt?"

Gibt es also den Bordcomputer heute noch? In diesem Sinne nein. Er ist Oberbegriff im System für Datenerfassung, deren Aufbereitung zu steuerungstechnischen Aufgaben in den einzelnen Steuerteilen, der Abspeicherung von Daten (nicht nur Fehler!) und eben auch auch der (nebensächlichen) Anzeige geworden. Und genau diese ist umgangssprachlich der Bordcomputer.

(Erfassung der Ist-Zustände siehe auch Check-Control)