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Stichwörter A
Anti-Submarining, Airbag, Alarmanlage, a-Sensoren (Crash-Sensor), 2-Akku-System, ABS-Sensoren, ASR,
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Anti-Submarining          s. Submarining (Airbag)

 

 

 

Airbag

Unterstützt die Wirkung des Sicherheitsgurtes (zusätzliches Sicherheitssystem - SRS - Supplemental Restraint System).
Es kommen pyrotechnische und Hybridsysteme zum Einsatz. Diese unterscheiden sich durch die jeweils verwendeten Gasgeneratoren zum Füllen der Airbags. Der Bag selbst besteht heute aus Polyamidgewebe und ist innen mit einem dünnen Silikonfilm beschichtet.
Der Luftsack fällt nach dem Aufblasen sofort wieder zusammen, da das Gas über Löcher in der Rückseite entweichen kann. Im Falle des Aufpralles trägt er ca. 2t !
Volumen Fahrer/ Beifahrer - Europa: 35/ 65 Liter (kleiner, da Gurtanlegepflicht);  USA: 80/ 150 Liter

 

 

Alarmanlage    s. Diebstahlwarnanlage

 

 

a-Sensor (Crash-Sensor)Crash-Sensor   s. auch Piezoeffekt

Bei diesem Sensor verbiegt eine kleine Masse beim Aufprall des Fahrzeuges einen Piezogeber (im Bild links oben - Gehäuse geöffnet). Dabei entsteht eine, durch in rascher Folge ändernde Beschleunigungswerte, schnell auf und abschwellende Wechselspannung. Diese liefert, nach der Analyse und Verstärkung, das Signal für das zentrale Airbag-Steuergerät oder sorgt beim Seitenairbag für die direkte Auslösung.

Hamlin-Schalter

Als Sicherheitsschalter wird neben den analog arbeitenden elektronischen Crashsensoren ein zweiter binär arbeitender Sensor, der Hamlinschalter, eingesetzt. Das Prinzip ist bei allen Ausführungsformen identisch, Eine Masse, hier der Dauermagnet wird von einer Feder in Ruhestellung gehalten (s. Abb.). Wird die Verzögerung groß genug drückt er durch seine Trägheit die Feder zusammen und bewegt sich nach links. Dabei bewirkt sein Magnetfeld das Schließen eines Schutzgaskontaktes im Inneren. 

Zur Auslösung müssen immer beide Sensoren aktiv sein.

 

 

 

2-Akku-System

2-Akku-SystemDurch die wachsende Anzahl der Dauerverbraucher besteht die Gefahr der langfristigen Entladung bei Stillstand des Fahrzeuges - ein Startvorgang wird unmöglich.
Bei Booten schon ewig üblich die zweite Batterie. Hier verwendet man den kleineren Akku (GSt) zum Starten und der mit der höheren Kapazität (GBord) für die Versorgung der Verbraucher. 

Normal: 
Beide Kreise haben Spannungen >10,8V. Es wird über GSt gestartet während GBord das Bordnetz versorgt.
Notstart:
Das Bordnetz zeigt eine Spannung <10,8V. Die Starterbatterie war ja im Ruhezustand vom Bordnetz getrennt und hat dadurch eine Spannung >10,8V. Jetzt werden beide über K verbunden. Gleichzeitig werden über das Bussystem bestimmte Verbraucher abgeschaltet. Somit kann die Starterbatterie auch die Versorgung der restlichen Verbraucher übernehmen. Nach dem Start fällt etwas verzögert (3min) das Trennrelais (K) wieder ab, wenn die Versorgung der Abnehmer, so auch des entladenen Akkus, durch den Generator (G) gesichert ist. Verbraucher werden entsprechend ihrer Priorität wieder über das Bussystem zugeschaltet.

In beiden Varianten erfolgt nach dem Starten das Aufladen der Starterbatterie getrennt vom Bordnetz über den Wandler (DC/DC) in kurzer aber schonender Weise.

Fremdstart nur an der Starterbatterie durchführen (Anschlüsse "Fremdbatterie" vorhanden). Vorgang wird im Fehlerspeicher abgelegt.

 

 

ABS-Sensoren        s. Radsensoren und Induktivgeber 

 

 

ASR

Gleichgültig welche Geschwindigkeit gefahren wird, beim Beschleunigen ist ein Durchdrehen der Antriebsräder möglich.
Erkennt das Steuergerät über die ABS-Sensoren diese Situation reguliert die Antriebs-Schlupf-Regelung das Antriebsmoment über das Schließen der Drosselklappe (E-Gas), die Leistungsminderung durch Spätverstellung der Zündung oder die Korrektur der Kraftstoffmenge.

 

ADS   (Airmatic Dual Control)  siehe Luftfederung/-Dämpfung