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Kältemittel R 134a

 

Handelsname H-FKW 134a

 

Tetrafluorethan, CF3-CH2F
Form:
Farbe:
Geruch:
.
gasförmig
farblos
leicht etherisch
Kristallisationstemperatur:
Siedetemperatur:
Dichte  (20°C):
Dampfdruck (20°C):
Dampfdruck (50°C):
-117 °C
-26,5 °C
1226 g/cm³ (Flüssigphase)
5716 mbar
13117 mbar
Flammpunkt:
Zündtemperatur:
Explosionsgrenzen:
Thermische Zersetzung:
kein
keine
keine
keine Zersetzung bei bestimmungsgemäßer Verwendung
Gefährliche Zersetzungsprodukte
Gefährliche Reaktionen
Fluorwasserstoff, in Spuren Carbonylfluorid
Reagiert heftig mit Alkali und Erdalkalimetallen.
In pulverisierter Form katalysiert Al und Zn die Zersetzung.
Weitere Angaben: Austretende Dämpfe können bei Kontakt mit Feuer und glühenden Gegenständen (Zigarette!) Zersetzungsprodukte mit hoher Reiz- und Warrwirkung bilden.
Transportvorschriften:
Druckbehälterverordnung:
ICAO/IATA-DGR: 1028/2 ADNR: 2/8b, NF
TRG: 101, Anlage: 3, Gruppe: 3.1

R 134a ist kein gefährlicher Stoff nach den Kriterien der Gefahrstoffverordnung.
R 134a ist aufzubereiten, weiterzuverwenden oder ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

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Nachteile des Kältemittels R134a

 

R134a hat eine geringe Löslichkeit gegenüber Mineralölen und Fetten (u.a. Ziehfett) in Rohrleitungen und Komponenten. Damit besteht eine erhöhte Gefahr durch Verstopfung (Kapillaren, Filter, Regelgeräte) sowie Minderung des Wärmeübergangs in Verdampfern und Verflüssigern. 
Erforderliche Maßnahmen:
  • Höchstmaß an Sauberkeit (sorgfältig gereinigte Rohrleitungen)
  •  Reinheitsanforderungen nach DIN 8964 oder vergleichbare Standards.
  • Saugseitige Reinigungsfilter 

R134a bewirkt eine hohe Diffusionsrate und starke Quellneigung bei Elastomeren
Erforderliche Maßnahmen:

  • Einsatz geeigneter Dichtungswerkstoffe
  • Füllschläuche in Sonderausführung (Nylon Kern) 

R134a ist in herkömmlichen Kältemaschinenölen (Mineralöl, Akylbenzol) nicht löslich, ein gesicherter Ölumlauf ist deshalb in Kreisläufen üblicher Auslegung nicht gewährleistet. In enger Zusammenarbeit von Verdichter- Kältemittel- und Ölindustrie wurden spezielle ESTER-Öle entwickelt, die genügende Löslichkeit bei guten Schmiereigenschaften aufweisen. Trotz der allgemein günstigen Eigenschaften dieser Öle ist die Wasseraufnahmefähigkeit höher als bei bisher üblichen Schmierstoffen.
Erforderliche Maßnahmen:

  • Einsatz von zweistufigen Vakuumpumpen mit Gasballast. 
  • Schließen der Verdichterabsperrventile bis zum letzten Evakuiervorgang. 
  • Nachfüllen von Öl nur mit originalverschraubten Öldosen (kleine Gebinde). 
  • Einbau reichlich dimensionierter Spezialtrockner für R134a. 
  • Genereller Trockenwechsel bei Eingriffen in den Kältekreislauf. 
  • Einbau von Feuchtigkeitsindikatoren mit definierter Anzeige des Trocknungsgrades bei R134a.


Quelle: O. Möller / om